Aus dem Netzwerkrat
Stefan Backhaus, Sportkreis Marburg-Biedenkopf
Markus Blümel, Kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul und Vertretung der Religionsgemeinschaften in Marburg
Sareh Darsaraee, Ausländerbeirat
Dr. Georg Falk, Ehem. Richter am Hess. Staatsgerichtshof und Gründungssprecher des Netzwerks
Vertretung Netzwerk NTB e.V.
Prof*in Kati Hannken-Illjes, Universitätspräsidium
Dr. Ulf Immelt, DGB-Hessen-Thüringen
Claudia Klee, Regionalgeschäftsführerin Der Paritätische Hessen
Carola Unser-Leichtweiß, Hessisches Landestheater Marburg
Kordula Weber, Arbeit und Bildung
Nicole Wehnert, Omas gegen Rechts
Lasse Wenzel, KiJuPa
Katrin Werner-Kappel, Richterin am Sozialgericht Frankfurt
Beratend:
Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister Universitätsstadt Marburg
Dr. Elke Neuwohner, Stadtverordnetenvorsteherin
Dr. Reiner Becker / Tina Dürr, Demokratiezentrum Philipps-Universität Marburg
Um die Steuerung des Netzwerks an die Zivilgesellschaft übergeben zu können, konstituierte sich am 25. April 2025 ein Netzwerkrat. Dieser soll in die jeweiligen gesellschaftlichen Bereiche hineinwirken und steht sichtbar für die Breite des Netzwerks. Der Netzwerkrat gab sich Sprecher*innen, die auf Grundlage der Marburger Erklärung das Netzwerk in der Öffentlichkeit vertreten und gegebenenfalls kurzfristig Initiativen anregen können.
Die Zusammensetzung der Mitglieder des Netzwerkrats erfolgte auf der Grundlage eines längeren Prozesses: Eine Arbeitsgruppe des Netzwerks erarbeitete im Herbst / Winter 2024 Vorschläge für Strukturen und bestimmte konsensual Kriterien für eine Bestimmung der Mitglieder des Netzwerks. Zum Beispiel sollten im Netzwerkrat wichtige Institutionen und Gruppen vertreten sein, die die Marburger Erklärung initiiert haben bzw. unterstützen wie z.B. Glaubensgemeinschaften, Kultur, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, soziale Einrichtungen, Sport, Menschen mit Behinderung, Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Die Repräsentanten der zivilgesellschaftlichen Organisationen sollten möglichst aktiv im Netzwerk und den AGs mitwirken und in der Stadtgesellschaft vernetzt sein. Auf der Grundlage dieser Kriterien wurden unterschiedliche Personen angesprochen und nach ihrer Bereitschaft zur Mitarbeit befragt. Dieses Vorgehen wurde im Rahmen eines Netzwerktreffens von zwei Mitgliedern dieser Arbeitsgruppe am 25.2.2025 sowie im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung durch Oberbürgermeister Dr. Spies am 21.3.2025 vorgestellt.
Ausdrücklich wurde festgehalten, dass der Netzwerkrat selbst über seine weitere (auch personelle) Entwicklung entscheidet und seine Aufgaben definiert.
Stellungnahme des Netzwerks zu den Angriffen auf die „Omas gegen Rechts“
6. Mai 2025
Als Marburger Netzwerk für Demokratie und gegen Rechtsextremismus verurteilen wir die massiven verbalen Angriffe auf die Omas gegen Rechts aufs Schärfste. Die Welle an Hass und Gewaltfantasien, die nach dem Anstreichen von Parkbänken in Regenbogenfarben über sie hereinbrach, ist erschütternd – und ein alarmierendes Zeichen für die fortschreitende Verrohung des öffentlichen Diskurses.
Zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte verdient Respekt und Schutz – gerade in einer Zeit, in der rechte Hetze zunehmend enthemmt auftritt. Die Anfeindungen gegen die Omas gegen Rechts sind dabei kein Marburger Einzelfall, sondern Teil einer breiteren gesellschaftlichen Entwicklung, in der rechte Akteure gezielt Stimmung gegen Menschen machen, die Haltung zeigen.
Wir solidarisieren uns mit allen Engagierten für Demokratie und gegen Rechtsextremismus und fordern alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, Haltung zu zeigen.
Wir danken den Omas gegen Rechts für ihr mutiges und kontinuierliches Engagement – und versichern ihnen unsere uneingeschränkte Solidarität.
Als Netzwerk stehen wir gemeinsam ein gegen rechten Hass, gegen Antifeminismus und gegen entsprechende Einschüchterungsversuche. Marburg bleibt ein Ort, an dem Menschen sich ohne Angst für Demokratie und Vielfalt einsetzen können.